FÜR KOMMUNEN & PROJEKTPARTNER

Digitale Projekte.
Erfahrungen aus einem echten Dorf.

Smart-Village-Anwendungen sind auch in kleinen Dörfern möglich. Martinfeld zeigt konkrete Beispiele für Energie, Umwelt und Verkehr – mit öffentlichen Messdaten, Erfahrungen und offenen Fragen.

Praktische Arbeit an der SMARTinfeld-Sensorik
WAS BEREITS UMGESETZT IST

Drei Einblicke aus Martinfeld

Hitze vor Ort beobachten

Fahrbahn-, Wetter- und Verkehrsdaten helfen, eine lokale Maßnahme einzuordnen.

Lernpunkt: Messbedingungen dokumentieren. Drei Tage belegen noch keine dauerhafte Kühlwirkung.

Beispiel und Quellen →

Sonnenstrom im Dorf

Photovoltaik auf der Feuerwehr seit Dezember 2024; Sportlerheim und Bürgermeisteramt folgten 2025.

Lernpunkt: Erzeugung, Verbrauch und örtlichen Netzsaldo sauber voneinander unterscheiden.

Beispiel und Quellen →

Verkehr sichtbar machen

Kamera und Radar erfassen Verkehr. Öffentliche Zeitreihen machen Beobachtungen zugänglich.

Lernpunkt: Messstelle, Zeitraum und erfasste Verkehrsarten bei jeder Auswertung berücksichtigen.

Beispiel und Quellen →
Problem vor Technik

Der Nutzen bestimmt Sensorik, Netz und Plattform.

Pilot vor Ausbau

Eine begrenzte Erprobung macht Wirkung und Aufwand sichtbar.

Betrieb von Anfang an

Wartung, Datenpflege und Zuständigkeiten gehören in die Planung.

7 SCHRITTE

Eine übertragbare Vorgehensweise.

Die Schritte bilden einen Arbeitsrahmen. Je nach Projekt können sie sich überlappen oder wiederholt werden.

01 · Aufgabe klären

Mit einem konkreten Problem beginnen und Betroffene früh einbeziehen.

  • Ausgangslage dokumentieren
  • Zielgruppe und Nutzen benennen
  • Eine messbare Zielgröße festlegen
02 · Team aufstellen

Verantwortung in Verwaltung, Betrieb und Technik verbindlich verteilen.

  • Projektverantwortung benennen
  • Bauhof und Fachämter beteiligen
  • Lokale Partner und Ehrenamt einbinden
03 · Infrastruktur prüfen

Bestehende Netze, Standorte, Stromversorgung und Datenzugänge erfassen.

  • Funkabdeckung und Montageorte prüfen
  • Schnittstellen und Datenhoheit klären
  • Folgekosten vollständig erfassen
04 · Pilot begrenzen

Einen überschaubaren Anwendungsfall mit klarer Laufzeit erproben.

  • Kleine Zahl von Standorten wählen
  • Vergleichswert vor Projektstart sichern
  • Abbruch- und Erfolgskriterien festlegen
05 · Wirkung messen

Technische Daten mit Aufwand, Kosten und praktischem Nutzen zusammenführen.

  • Datenlücken sichtbar machen
  • Betriebsänderungen dokumentieren
  • Ergebnisse verständlich veröffentlichen
06 · Betrieb sichern

Wartung, Datenschutz, Zuständigkeiten und Finanzierung dauerhaft regeln.

  • Störungen und Ersatzteile einplanen
  • Rollen und Zugriffsrechte dokumentieren
  • Laufende Kosten im Haushalt verankern
07 · Übertragen und erweitern

Erst nach der Auswertung auf weitere Standorte oder Aufgaben ausweiten.

  • Erkenntnisse offen festhalten
  • Standards und wiederverwendbare Bausteine nutzen
  • Nächste Ausbaustufe neu priorisieren
ROLLEN IM PROJEKT

Wer muss an den Tisch?

Verwaltung

Ziele, Haushalt, Vergabe, Datenschutz und politische Beschlüsse.

Betrieb

Bauhof, Gebäudemanagement oder Versorger mit Blick auf den Alltag.

Technikpartner

Netzplanung, Geräte, Plattform, Schnittstellen und Dokumentation.

Menschen vor Ort

Nutzende, Vereine und Initiativen mit Wissen über Bedarf und Akzeptanz.

AUS MARTINFELD

Anwendungsfälle als Lernfelder.

BeleuchtungSteuerung, Energie und Betrieb zusammendenken ↗EnergieErzeugung und Verbrauch nachvollziehbar machen ↗WasserLokale Messreihen mit klaren Grenzen einordnen ↗
PRAXISBEISPIEL MIT MESSDATEN

Wenn die Straße schwitzt.

Wie lässt sich eine örtliche Maßnahme mit vorhandener Sensorik begleiten? Der Fall an der Flinsberger Straße verbindet Fahrbahn-, Wetter- und Verkehrsdaten.

Drei Hitzetage in Martinfeld →
ZWEI KONKRETE LERNFELDER

Was lässt sich aus Martinfeld übertragen?

Beleuchtung: Betrieb mitplanen

Ausgangslage: Die Umrüstung auf LED und vernetzte Steuerung war ein früher Baustein von SMARTinfeld. Rückmeldungen aus der Bemusterung und angepasste Schaltzeiten gehören zur Projektbeschreibung.

Übertragbare Aufgabe: Vor einem Pilotprojekt klären, wer Schaltzeiten pflegt, Störungen bearbeitet und Rückmeldungen aus dem Ort aufnimmt. Energiebedarf und Wartungsaufwand vor und nach der Änderung unter vergleichbaren Bedingungen erfassen.

Grenze: Die neue Website zeigt dazu noch keine Live-Verbräuche oder nachgewiesenen Einsparungen. Die Modellrechnung ersetzt diesen Nachweis nicht.

Projektbeschreibung und Modellrechnung →

Wasser: Messung richtig einordnen

Ausgangslage: Ein Ultraschallsensor an der Rosoppe und Bodenfeuchtemessungen an zwei Bäumen liefern unterschiedliche lokale Beobachtungen.

Übertragbare Aufgabe: Messort, Bezugspunkt und Einbautiefe dokumentieren. Eine zuständige Person benennt, wer Datenlücken prüft und bei auffälligen Werten eine Beobachtung vor Ort veranlasst.

Grenze: Messungen aus verschiedenen Tiefen sind nicht unmittelbar vergleichbar. Ein örtlicher Pegel ersetzt keine amtliche Hochwasserwarnung.

Messorte und Einordnung →

Bestätigte Investitionskosten, Betriebsstunden und quantitative Vorher-nachher-Ergebnisse liegen für diese Arbeitsbeispiele hier noch nicht vor. Sie werden deshalb nicht geschätzt.

Smart-Village-Anwendungen in Martinfeld im Überblick →

ARBEITSHILFE

Ist Ihr Pilot startklar?

Nutzen Sie die Liste zur Vorbereitung Ihres Projektgesprächs. Häkchen gelten nur für die geöffnete Seite und werden nicht gespeichert.

VOR DEM ERSTEN SENSOR

Drei Fragen für den Projektstart.

Kosten realistisch betrachten.

Neben Geräten zählen Planung, Montage, Konnektivität, Plattform, Wartung, Austausch und die Arbeitszeit für Auswertung und Kommunikation. Fördermittel können den Einstieg erleichtern; der dauerhafte Betrieb braucht eine eigene Grundlage.

AUSTAUSCH

Welcher Schritt ist
bei Ihnen der nächste?

Beschreiben Sie Kommune, Aufgabe und vorhandene Infrastruktur. So kann das Gespräch direkt bei den offenen Fragen beginnen.

Austausch anfragen